Stellen wir uns einmal die Frage, weshalb wir uns auf dieser Seite befinden, weshalb wir uns für diese Themen interessieren. Was mag es sein? Wissen wir überhaupt wonach wir suchen? Ich habe das Gefühl, dass selbst, wenn die „ultimative Atwort“ auf unsere Fragen direkt vor uns liegt und Schwarz auf Weiß geschrieben steht – sonst bräuchten wir nicht über das geschriebene Wort auf die Suche zu gehen -, wir diese „ultimative Atwort“ nicht erkennen würden. Wollen wir möglicherweise nur Bestätigungen für unsere bisherigen Glaubensvorstellungen?
Eine begnadete Freundin von mir hält seit etlichen Jahren ihre Seminare vor einem großen Publikum über das „spirituelle Erwachen der Menschheit“. Völlig frustriert von ihrer Wirkung brach sie ihr Seminar mitten im Vortrag ab. Sie erkannte, dass die Suchenden, die zu ihren Seminaren kamen, überhaupt nichts mit der „Wahrheit“ anfangen konnten. Ihr Suchen blieb immer im Außen – eine Suche nach der Suche quasi. Als ob sich die Seminarteilnehmer nur ein Alibi verschaffen wollten. Ein Alibi für ihren Verstand, der die sehnsüchtigen Rufe der Seele nicht wirklich akzeptieren will. Zu dieser Erkenntnis kam meine Freundin mitten auf der Bühne; ausgelöst, indem sie einige Seminarteilnehmer erkannte, die seit Jahren zu ihren Vorträgen kamen. Ganz offenbar ohne etwas gelernt zu haben.
Immerhin führte diese Erkenntnis dazu, dass meine Freundin den Seminarteilnehmern ihr Eintrittsgeld zurück erstattete, und sich vollständig von dieser Tätigkeit distanzierte. Sie wanderte innerhalb von 10 Tagen nach Neuseeland aus, wo sie nun seit einem halben Jahr allein in den Bergen lebt. Frustriert von ihrer glücklosen Mission. Auf der Bühne verabschiedete sie sich mit den Worten: „Ihr wisst doch bereits alles, was soll ich euch noch erzählen?“.
Als sich meine Freundin von mir verabschiedete, sagte sie am Ende unseres Telefonats: „Sie wollen nicht wirklich, sie sind einfach noch nicht bereit… Als ob ein Sabotageprogramm ihre Sehnsüchte vereitelt“. Stellen wir uns doch einmal die Frage: „was will ich wirklich?“ Oder: „Worum geht es mir wirklich?“ Zu welcher Antwort kommt Ihr?
Ach ja, meine Antwort habe ich bereits bekommen, ich will einfach nur glücklich sein – wofür ich mich allerdings von einigen Glaubenssätzen befreien musste. Ich erkannte, meine Glaubenssätze sind meine Sabotageprogramme. Von denen habe ich mich verabschiedet. In Freude, in Liebe.
Zu- Stand, Zufrieden Wohlsein
Glückseeligkeit,
so wie im Paradies auf Erden,
selbst darin Wahr zu nehmen.
Sich zu setzen,
in dem Körper,
Raum zu nehmen,
in dem Gleichen,
hier wie dort,
Nichts und sein.
Das Leben.
Angekommen,
Daheim.
Das Selbst zu Frieden,
Es nicht verschließen,
offen, halten,
Es zu leben,
jetzt,
nicht allen ist gegönnt.
In Milde walten,
lassen,
Rosenblätter auf die Wege legen,
Brücken spannen.
Da,
mit,
ihr Suchen,
Gang im Nebel,
ein sanftes über- gehen.
ein herzlicher Gruß
Isiris