Mit ‘Conforto’ getaggte Artikel

Dunkle Materie und dunkle Energie

Montag, 15. Februar 2010

In meinem Blog-Artikel “Was ist Wirklichkeit” hatte ich schon mal kurz über die Arbeiten von Giuliana Conforto berichtet, sie hat auch in meinem Dokumentarfilm mitgewirkt. Hier noch mal ein kleiner Auszug aus ihrem Buch „Das organische Universum“:

„Apokalypse – beziehungsweise Offenbarung – ist tatsächlich das Wiedererwachen von Erinnerungen, die in Vergessenheit geraten waren. Und es geht um noch mehr. Dieses Buch spricht auch über die verschiedenen möglichen „Zukünfte“. Das ist keine Science-Fiction. Einem Theorem zufolge existieren verschiedene Zukünfte, oder besser gesagt: Pläne für verschiedene Zukünfte, bereits. Obwohl dies nur einfache Quantenphysik ist, bestehen wissenschaftliche Geister darauf, eine einzige Vergangenheit gehabt zu haben, und glauben auch, sie hätten eine einzige Zukunft.

Erstaunlicherweise betrachtet keine wissenschaftliche Theorie die Gegenwart, diesen flüchtigen Augenblick, der uns die Freiheit lässt, auszuwählen, an welcher Zukunft wir teilnehmen möchten. Das ist der grundlegende Unterschied zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, den alle Menschen fühlen. Sie können nun verstehen, was Apokalypse auch noch bedeutet: den Zusammenbruch einer Wissenschaft, die das menschliche Sein aus der Forschung ausgeklammert hat. Die meisten Wissenschaften basieren auf Tabus, die von den Wissenschaftlern nicht in Frage gestellt werden.“

Giuliana Conforto, Das Organische Universum, Mosquito-Verlag, Potsdam, 2005

Heute möchte ich noch mal auf die dunkle Materie und die dunkle Energie eingehen. Das uns bekannte Universum teilt sich ja bekanntlich auf in 70 Prozent dunkler Energie, 25 Prozent exotischer Materie und nur fünf Prozent gewöhnlicher Materie. Die Astrophysiker wissen bisher nicht, woraus diese 95 Prozent des Universums eigentlich bestehen, sie haben bislang nur herausgefunden, dass diese enormen 95 Prozent nicht den bekannten Naturgesetzen folgen, welche die Menschen normalerweise „Naturgesetze“ nennen. Was bekannt ist, dass dunkle Energie und dunkle Materie nicht-baryonisch sind, also ohne Trägheit/Gewicht, unsichtbar und ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Das „Übernatürliche“ im Sinne von nicht den Naturgesetzen folgend, überwiegt also in einem deutlich höheren Anteil. Nach den Arbeiten von Giuliana Conforto könnte die dunkle Energie als intelligente Ursache der uns sichtbaren „Wirklichkeit“ gelten. Ihre Meinung dazu:

„Sie befindet sich im „leeren Raum“, wobei sie vielleicht vergessen, dass der leere Raum überall ist und voller Energie steckt, wie man auch aus der Quantenphysik folgern kann. „Vakuum“ gibt es tatsächlich innerhalb jedes einzelnen Atoms und daher auch in allen aus Atomen aufgebauten Körpern.“

Verbinden wir einmal alle diese Fakten und sehen uns an, was man daraus erhält. Diese dunkle Energie, kann überall sein, außerhalb wie innerhalb unseres Planeten, des Sonnensystems wie auch unseres Körpers. Welche Überraschung; könnten die beobachteten Vakuumfluktuationen nicht durchaus eine Art dunkle Energie sein, die auf einer für unsere Zellen typischen Längenskala wirkt? Dieses Wahrnehmen erfordert jedoch eine Art des „hineinhorchens“, welche über die emotionale Wahrnehmungsebene erfolgt. Eine Art Selbst-Beobachtung, wie schon Sokrates sie beschrieb. Bedauerlicherweise identifizieren sich die Menschen irrtümlicherweise mit dem Außen, mit eigenen Glaubenssätzen, und halten dies für die Realität – anstatt die “Tatsächlichkeit” mit allen Sinnen wahrzunehmen. Wir Menschen sind Teil des Universums und können Gödels Theorem zufolge dessen logische Vollständigkeit gar nicht zeigen. Zudem fühlen wir Menschen Emotionen, Liebe, Bewusstsein – dies alles sind Aspekte, die ein mathematisches Universum auf dramatische Weise zur Gänze ausschließt. Würde es nur um Mathematik gehen, sollten wir uns wenigstens einmal fragen, wie und warum wir zu einer solch unlebendigen und lieblosen mechanischen Welt gekommen sind.

Die dunkle Energie, die das Universum regiert, ist letztlich der Beweis dafür, dass Wissenschaftler ihre eigenen Entdeckungen vergessen, vor allem jene, die nicht zu ihrem Haupt-Glaubenssatz passen, nach dem das Universum rein mathematisch sei. Physiker haben die ewige Harmonie bereits entdeckt, die viel zur dunklen Energie beitragen kann: Sie ist das, was sie die „Schwache Kernkraft“ genannt und genauso sehr vernachlässigt haben, wie sie auch immer noch deren eigentliche Natur ignorieren: Musik, sowohl himmlische als auch irdische. Die schwache Kernkraft ist die himmlische Musik, die jedem Körper Leben, Takt und Bewegung gibt; sie ist die ewige Harmonie, die wissenschaftliche Instrumente nicht hören können; sie ist eine frühere Seite des kosmischen Lebens, während die elektromagnetische Kraft ein späterer Aspekt ist. Diese beiden Seiten, die schwache und die elektromagnetische, ergeben zusammen die eine elektroschwache Kraft, wie die Physiker sie in den siebziger Jahren entdeckt haben.

Dies ist die Hauptthese von Giuliana Conforto, die sogar von einem Hauptmerkmal der schwachen Kraft bestätigt werden könnte: von der Paritätsverletzung. Die Paritätsverletzung ist auch ein Hauptmerkmal aller Systeme, die geboren werden und sterben, die also den Pfeil der Zeit aufweisen; dieses Phänomen ist auch als „Händigkeit“ bekannt. Dieser Ausdruck deutet an, dass die von uns beobachtbare Natur (die fünf Prozent) eine Hand der anderen vorzieht. Organische Moleküle, Planeten, Sonnensysteme, Spiralgalaxien, Kristalle, alle bevorzugen eine Hand – üblicherweise die linke, das heißt, sie rotieren links herum, während nur wenige rechts herum rotieren. Unsere menschlichen Gehirnhemisphären verletzen ebenfalls die Parität, da sie sich funktionell voneinander unterscheiden. Paritätsverletzung betrifft auch unser Haupt-Handlungssystem: unser zentrales Nervensystem und seine Abermilliarden von Neuro-Rezeptoren, die das übertragen, was wir als Emotionen fühlen. Der Neurochemikerin Candace Pert zufolge ist das Verhalten der Rezeptoren biochemischer und nicht nur rein elektrischer Natur, wie früher angenommen wurde. Und jedes biochemische Verhalten hängt offensichtlich von allen universellen Kräften ab, einschließlich der schwachen. Perts Entdeckungen haben die Einheit des Körper-Geistes gezeigt.

Wenn die schwache Kraft das kosmische Leben ist, dann können wir auch die Einheit von Mensch und Universum verwirklichen!

Was ist “Wirklichkeit”? – Teil 2

Freitag, 15. Januar 2010

„Der Grund dafür, dass unser fühlendes, wahrnehmendes und denkendes Ich in unserem naturwissenschaftlichen Weltbild nirgends auftritt, kann leicht in fünf  Worten ausgedrückt werden: Es ist selbst dieses Weltbild. Es ist mit dem Ganzen identisch und kann deshalb nicht als ein Teil darin enthalten sein. Hierbei stoßen wir freilich auf das arithmetische Paradoxon: Es gibt scheinbar eine sehr große Menge solcher bewussten Iche, aber nur eine einzige Welt. Das beruht auf der Art der Entstehung des Weltbegriffs. Die einzelnen privaten Bewusstseinsbereiche überdecken einander teilweise. Der ihnen allen gemeinsame Inhalt, in dem sie sich sämtlich decken, ist die «reale Außenwelt». Bei alledem bleibt aber ein unbehagliches Gefühl, das Fragen auslöst wie: Ist meine Welt wirklich die gleiche wie die deine? Gibt es eine reale Welt, verschieden von den Bildern, die auf dem Weg über die Wahrnehmung in einen jeden von uns hineinprojiziert werden? Und wenn es so ist, gleichen diese Bilder der realen Welt, oder ist diese, die Welt «an sich», vielleicht ganz anders als die Welt, die wir wahrnehmen?“

Erwin Schrödinger, Physiker und Nobelpreisträger.

“Wirklichkeit” ist die Menge von Bildern, die von elektromagnetischem Licht übertragen  werden; diese Art von Licht wird nur von leuchtender Materie reflektiert, also einem sehr kleinen Teil der gesamten berechneten Masse, auf nur einem einzigen Energieniveau: Dem sichtbaren, das nicht von dem unsichtbaren getrennt ist, die den Rest ausmachen.
Mit Satelliten beobachten Astrophysiker die Gravitations-Effekte der dunklen Massen auf die leuchtende Materie und entdecken so ihre Mengenanteile:

70 Prozent sind Dunkle Energie, aus Bosonen bestehend; 25 Prozent sind Exotische Materie, aus Fermionen aufgebaut; 4,5 Prozent sind nicht-leuchtende gewöhnliche Materie, die elektromagnetisches Licht weder ausstrahlt noch reflektiert; 0,5 Prozent sind leuchtende gewöhnliche Materie und nur 0,005 Prozent sind elektromagnetisches Licht, aus dem die Falle besteht:

Unsere menschliche Illusion, das Universum sei öde, leer und unbelebt.

Elektromagnetisches-Licht

Quelle: Giuliana Conforto, Das Organische Universum, S.45, Mosquito-Verlag, Potsdam, 2005.

Als Professorin unterichtete sie analytische Mechanik an der Universität von Los Andes in Venezuela und theoretische Physik an der Universität von L’Aquila in Italien. Ihre wissenschaftlichen Forschungen befassten sich mit post-relativistischen Theorien und Quantenkosmologie.

Was ist “Wirklichkeit”? – Teil 1

Donnerstag, 14. Januar 2010

Unsere Welt ist weitaus mehr als wir bewusst wahrnehmen – irgendwie fühlte ich das schon immer. Bedauerlicherweise liegen unsere Gefühle außerhalb der Beschreibbarkeit, was für ein derartiges Gefühl umso mehr zutrifft. Letztlich bin ich davon überzeugt, dass es gerade diese Diskrepanz war, die mich zu einem ewiglich suchenden Mensch gemacht hat. Die Suche nach dem Tatsächlichen, dem wahrhaft Objektiven – dem „Ding an sich“, wie Immanuel Kant es so trefflich formulierte. Bereits als Kind belästigte ich die Erwachsenen mit der Seinsfrage „Was ist der Sinn des Lebens?“. Sämtliche Antworten, die ich auf meine Frage erhielt, befriedigten mich nicht im Geringsten. Weder Eltern noch Freunde konnten mir hier helfen. Sicherlich zog ich mich aus diesem Grund in eine innere Welt zurück, die in erster Linie aus geisteswissenschaftlicher Lektüre bestand. So tauschte ich bereits als Knabe Karl Mai gegen Lao Tse, und Kinderbücher gegen Bücher die Erwachsene lesen, wenn sie sich den „geistigen Themen“ hinwenden. Heute zähle ich zu den Erwachsenen, wobei sich in meiner Grundeinstellung nichts geändert hat. Meine Instrumente, mit denen ich unsere Welt ausdeute, änderten sich schon. So sehe ich mich als ein freudig Suchender, der sich der Naturwissenschaft bedient, um ein ganzheitliches Sein zu beschreiben. Quasi vom Subjektiven zum Objektiven. Man könnte auch sagen, von der Illusion zur Wahrhaftigkeit. Der Mensch hat sich durch sein Ego von der kosmischen Einheit getrennt. So wurde er zum Subjekt. Das wahrhafte Objekt („das Ding an sich“) ist ein kosmisches Bewusstsein; oder wie der Nobelpreisträger Erwin Schrödinger bereits 1944 so trefflich bemerkte: „Bewusstsein ist ein Singular, für das es keinen Plural gibt“. In seinem grundsätzlichen Wesen ist unser Bewusstsein kosmisch und das Einzige. Unser Ego ist eine illusorische, separate Individualität, die aus der Identifikation des Bewusstseins mit unserem Gehirn und daraus folgenden Konditionierungen entsteht.

Das tatsächliche „Selbst“ zu erkennen blieb uns verwehrt, weil das Ego seinen Herrscheranspruch verteidigte. Dieser Anspruch uferte in eine Zweck-Gesellschaftsform aus, die mit Perfektion jedes individuelle „Selbst“ verbannt. Oberflächlich betrachtet hat sich die Menschheit in eine ausweglose Situation begeben, sich am weitesten von seinen hehren Zielen entfernt. Solange das „Selbst“ sich vom „Ego“ bestimmen lässt, ob im Einzelnen oder als Gesellschaft, wird sich hieran auch nichts ändern. Unsere politischen Führer betreiben ihre Meisterschaft in einer Disziplin des Profitmaximierens, die eine entpersonifizierte, entseelte (Hülsen-) Gesellschaft hinterlässt.
Unsere Grundhaltung basiert auf dem Prinzip dieser Getrenntheit, die sich durch „das Andere“ und „Ich“ ausdrückt. Diese Trennung existiert jedoch nur in unserer Vorstellung. In Tatsächlichkeit – und Wirklichkeit stehen alle Aspekte des Seins in einer einheitlichen Verbindung und Zusammengehörigkeit. Die Trennung erfolgte durch die künstliche Ausprägung des „Egos“.

Die Forschungsergebnisse der Quantenphysik belegen schonungslos, dass wir selber für unsere Welt verantwortlich sind. Wir haben sie erschaffen. Durch unsere Gedanken. Mit ihnen kreieren wir unsere gesamte Realität. Unbewusst formen unsere internen Bilder (Vorstellungen) aus einer Unmenge ganz unterschiedlicher Signale, die elektro-chemische Nachrichten beispielsweise vom Auge zum Gehirn senden. Unsere Sinne reagieren ständig auf exogene Signale. Nur ein gefilterter Teil hiervon dringt überhaupt in unser Wachbewusstsein. Aus diesen Eindrücken wirken wir schöpferisch auf unsere Welt ein. Wir glauben, dass wir das Bild von etwas, was außerhalb von uns ist, vor uns haben, aber in Wirklichkeit findet die Erfahrung innerhalb unseres Kopfes statt. Indem wir die Macht haben, mit unseren Gedanken die Dinge und Ereignisse zu beeinflussen, sind wir auch für die Resultate verantwortlich. Obgleich wir all dies unbewusst tun. Wenn wir also diese Macht ausüben, sollten wir auch wissen, dass all die Dinge, die wir erfahren, sowohl auf der persönlichen Ebene als auch auf der internationalen Ebene, ja sogar auf der Ebene der Naturereignisse, immer das Resultat unserer Glaubensmuster und Gedanken sind.

Fortsetzung folgt…