Mit ‘Liebe’ getaggte Artikel

Die Dualität oder was wählen wir

Freitag, 05. Februar 2010

Wie ich bereits schrieb, eine Suche beschwört Dualität und Kontrast herauf. Wo Kontrast, Dualität herrscht, da muss man sich mit einem dieser Gegensätze identifizieren, und daraus entsteht ein Zwang. Das bedeutet, dass die Wahl des einen die Überwindung des anderen ist.

Wenn wir beispielsweise sagen, wir suchen oder entwickeln einen neuen Wert, dann ist das nur die Überwindung dessen, worin der Geist bereits befangen ist, nämlich in seinem Gegenteil. Diese Wahl basiert auf der Anziehungskraft des einen und der Angst vor dem anderen, und dieses Anklammern an die Anziehung oder Ablehnung aus Angst beeinflusst unseren Geist. Einfluss ist demzufolge die Negation des Verstehens und kann nur existieren, wenn eine Trennung besteht, eine innere Gespaltenheit, aus der die Unterscheidungen in Klasse, Nation, Religion, Wissenschaft, Geschlecht usw. hervorgehen. Das bedeutet, wenn unser Geist versucht etwas zu überwinden, muss er eine Dualität erzeugen, und eben diese Dualität negiert das Verstehen und schafft die Unterschiede.

Diese Dualität beeinflusst unseren Geist, und daher kann ein solcher Geist die Bedeutung der Außenwelt – oder die Bedeutung der Ursache des Konflikts – nicht wirklich verstehen. Diese Einflüsse auf die Psyche sind bloße Reaktionen auf die Außenwelt aus dem Mittelpunkt des „Ich“-Bewusstseins, von Vorlieben und Abneigungen/Antithesen; und wo Antithesen, Gegensätze herrschen, da kann es natürlich kein wahrhaftes Verstehen geben. Aus genau dieser Unterscheidung entsteht die Einteilung der Einflüsse in Gut und Böse – Richtig und Falsch. Solange unser Geist derart beeinflusst wird – und Einfluss entsteht aus Anziehung, Gegensätzen, Antithesen -, werden Gefühl und Intellekt – die ganze Gesellschaft – beherrscht und unter Zwang gesetzt, und dieser Einfluss muss das Verstehen verhindern, das Schönheit, Wahrheit und die Liebe selbst ist.

Wonach suchen wir?

Dienstag, 02. Februar 2010

Stellen wir uns einmal die Frage, weshalb wir uns auf dieser Seite befinden, weshalb wir uns für diese Themen interessieren. Was mag es sein? Wissen wir überhaupt wonach wir suchen? Ich habe das Gefühl, dass selbst, wenn die „ultimative Atwort“ auf unsere Fragen direkt vor uns liegt und Schwarz auf Weiß geschrieben steht – sonst bräuchten wir nicht über das geschriebene Wort auf die Suche zu gehen -, wir diese „ultimative Atwort“ nicht erkennen würden. Wollen wir möglicherweise nur Bestätigungen für unsere bisherigen Glaubensvorstellungen?

Eine begnadete Freundin von mir hält seit etlichen Jahren ihre Seminare vor einem großen Publikum über das „spirituelle Erwachen der Menschheit“. Völlig frustriert von ihrer Wirkung brach sie ihr Seminar mitten im Vortrag ab. Sie erkannte, dass die Suchenden, die zu ihren Seminaren kamen, überhaupt nichts mit der „Wahrheit“ anfangen konnten. Ihr Suchen blieb immer im Außen – eine Suche nach der Suche quasi. Als ob sich die Seminarteilnehmer nur ein Alibi verschaffen wollten. Ein Alibi für ihren Verstand, der die sehnsüchtigen Rufe der Seele nicht wirklich akzeptieren will. Zu dieser Erkenntnis kam meine Freundin mitten auf der Bühne; ausgelöst, indem sie einige Seminarteilnehmer erkannte, die seit Jahren zu ihren Vorträgen kamen. Ganz offenbar ohne etwas gelernt zu haben.

Immerhin führte diese Erkenntnis dazu, dass meine Freundin den Seminarteilnehmern ihr Eintrittsgeld zurück erstattete, und sich vollständig von dieser Tätigkeit distanzierte. Sie wanderte innerhalb von 10 Tagen nach Neuseeland aus, wo sie nun seit einem halben Jahr allein in den Bergen lebt. Frustriert von ihrer glücklosen Mission. Auf der Bühne verabschiedete sie sich mit den Worten: „Ihr wisst doch bereits alles, was soll ich euch noch erzählen?“.

Als sich meine Freundin von mir verabschiedete, sagte sie am Ende unseres Telefonats: „Sie wollen nicht wirklich, sie sind einfach noch nicht bereit… Als ob ein Sabotageprogramm ihre Sehnsüchte vereitelt“. Stellen wir uns doch einmal die Frage: „was will ich wirklich?“ Oder: „Worum geht es mir wirklich?“ Zu welcher Antwort kommt Ihr?

Ach ja, meine Antwort habe ich bereits bekommen, ich will einfach nur glücklich sein – wofür ich mich allerdings von einigen Glaubenssätzen befreien musste. Ich erkannte, meine Glaubenssätze sind meine Sabotageprogramme. Von denen habe ich mich verabschiedet. In Freude, in Liebe.

Erlösung aus der Gefangenschaft der Welt der Wertigkeiten

Freitag, 29. Januar 2010

Ich erkenne es deutlich, die Menschen haben sich verloren in einer fehlgedeuteten Welt.

Die Kluft der trennenden Extreme könnte nicht größer sein.

Eine elementare Ur-Sehnsucht der Seele, die nach ihrer wahren Anerkennung fleht, wird von uns materiell bekleideten Wesen in ihrer tatsächlichen Bedeutung nicht erkannt.

Die Umschreibung dessen, was wir Seele nennen, stellt den reinsten Aspekt der Liebe dar und ist in ihrer Gesamtheit, ein untrennbares, ewigliches Ganzes des All-Einen.

Nicht fassbar vom Verstand und kunsterzogenem Geist, interpretiert ein dieser – in sinn-entfremdeter Form – dieses Flehen.

So verwandelt sich der erlösende Wunsch nach ersehnter Freiheit, durch Erinnerung und Auflösung im wahren Quell der Seele Gottes, die wir sind, in fehlgeleitete Bahnen des pseudo- Kompensierens.

Durch verheißungsvolle Versprechungen einer Welt der künstlichen Wertigkeiten, verirrt sich ein immer einsamer werdender Geist in den Fängen dieser Verheißungen.

Dem animierenden Lockruf der Äußerlichkeiten folgend, werden keine dieser Versprechungen wirklich eingelöst.

Die Zahl der Such(t)-Erfahrungen nimmt mit enttarnter Verlockung stetig zu, und hinterlässt immer schmerzvollere Spuren, die kontinuierlich zu einer depressiven Anpassung an die Künstlichkeit führen.

Unser unartikulierbarer Wunsch nach Glück und Freiheit wird getragen von Gefühl und Emotion, sind diese doch die botschaftlichen Vertreter unserer ewiglichen Seele.

Der ureigenste Ausdruck von Gefühl und Emotion ist dem Verstand nicht tatsächlich erklärbar.

So ist es nicht verwunderlich, dass in der Vielfalt der Versuche, nach tatsächlich erlösender Befreiung, ein künstlicher Ersatz entstanden ist.

Der Ausweg aus dieser, scheinbar festgefahrenen Situation, besteht zunächst im nachvollziehbarem Verstehen, dass unser Denkapparat Gehirn die erlösende Quelle mit seinen Möglichkeiten nicht auflösen kann.

Das Gehirn hat sich aus einer Welt der künstlichen Deutungen künstliche Entität geschaffen, welche ihre Kompetenz bedroht sieht.

Das so entstandene Ego, das sich als das Zentrum des Seins bestimmt, wird seine illusorische Existenz erkennen müssen.

Sofern überhaupt von hierarchischen Strukturen im ganzheitlichem Sinn zu sprechen sein mag, so ist das Akzeptieren einer dem Ego übergeordneten Seinsform doch von wesentlicher Bedeutung.

Die Sprache wie auch der Verstand sind ein adaptiertes Instrument der Darstellungsform dieses ersatz-geschaffenen Ichs.

So sind seine Möglichkeiten der Darstellung wie auch die Wahrnehmung durch logisch strukturierte Filter, zu eng für eine auflösende Befreiung.

Das, was sich unartikulierbar für Verstand und Logik in heiler Ganzheit ewiglich als Seele präsentiert, entzieht sich zart einer jeglichen Zuordnung.

Die Grenze der zeitbefristet logischen Struktur des Verstandes verliert sich in scheinbarer Widersprüchlichkeit im Rationalen.

Aus dieser Perspektive erscheinen tatsächliche Lösungen eher paradox.

Somit wählt das “kosmische Schicksal” den Weg der leidvollen Erfahrungen, wie sie nur ein Ego als solches erfahren kann.

Nur die selbst erfahrene Aussichtslosigkeit auf der Suche nach dem befreienden Ausweg zeigt dem Verstand die Grenze der Möglichkeiten aus seiner Perspektive auf.

Am Ende seiner starren Möglichkeiten angelangt, erkennt der Verstand seine auswegslose Lage, womit ein “Loslassen” in unbekannte Gefilde Gottes in erlösende Nähe rückt…

In dieser unzudeutenden Welt von ewiglicher Ganzheit erfährt ein leidgeplagtes Wesen seine erlösende Befreiung in Harmonie und wahrhaftiger Freude…

Betrachten wir einmal recht nüchtern den Aspekt unseres Egos. Unser Ego ist quasi ein Aktivposten in unserer Realität – ist Bestandteil unserer Gedankenmuster. Gedanken sind Daten, die in hyperräumlichen Dimensionen abgespeichert werden. Diese Daten als solche sind neutral – lediglich unsere persönliche Zuordnung und Nutzung erschafft „virusähnliche Programme“ wie „Smith“ im Film “Matrix” sie bezeichnet. Im Zustand der Unpersönlichkeit sind „wir“ im ganzheitlichen Sein außerhalb einer jeglichen „Infektionsgefahr“ …sind Liebe. Existieren nun eigentlich objektivierbare Aspekte für das, was wir mit Liebe ausdrücken? Ist nicht Liebe etwas, was sich der rationalen Hinterfragung entzieht? Im Zustand der Hingabe löst sich das persönliche, künstlich erschaffene Selbst, um sich im Gefüge des Seins als Ganzes einzubetten.

Eine derartige Hingabe erfahren wir im Zustand der wahrhaftigen Liebe und ist letztlich mit ihr gleichzusetzen Motto: Liebe = bedingungslose Hingabe. In diesen Momenten hören wir scheinbar auf zu existieren, sind offenbar außerhalb des Zeitgefüges. Hier befinden wir uns im Fluss des ALLES-WAS-IST, ohne an persönliche Aspekte gebunden zu sein. Unser Handeln verläuft nach harmonischen Fließgesetzen – hier ist das Verhältnis von Geben und Nehmen ausgeglichen. Dieser Zustand kennzeichnet die elementare Natürlichkeit. In diesem Zustand erfahren wir wahrhaftige Freude. Diese Freude hinterfragt nicht, nach ihrer Ursache, hier existiert kein Ego, welches sich diese Frage stellen könnte.

Ursprünge von Bios und Physik – Teil 1 / 2

Mittwoch, 06. Januar 2010

Hier noch ein Nachsatz zu meinem letzten Blogeintrag: Letztlich geht es mir um die Wiedervereinigung von Geistes- und Naturwissenschaft, die irgendwann zu konkurrierenden Fachbereichen wurden. Die Biologie begeht ja schon durch ihre Benennung Verrat. Bios soll die Lebendigkeit darstellen und Logos die Lehre dazu? Aber was bitte ist Lebendigkeit im Sinne der Biologie, wie sie heute gelehrt wird? Leben wird degradiert zum Funktionsautomatismus. Das ist sicherlich nicht das Leben als solches. Wir sind weit mehr. Ich fühle mich aufgerufen, auf das Dahinter hinzuweisen, auf die Schnittstelle zwischen Geist und Materie, auf die Ganzheitlichkeit. Ich möchte zeigen: Jeder kann sich im platonischen oder sokratischen Sinne aus den Fesseln des Materiellen befreien. Was erfahrungsgemäß die Erkenntnis voraussetzt, dass es etwas zu befreien gibt!

So sehe ich mich am vertrautesten in der Tradition der Metaphysik beheimatet.

In diesem Sinne stellt die Metaphysik*, wie bei Aristoteles, eine Art Universalwissenschaft dar, die im Gegensatz zu Einzelwissenschaften nicht einzelne Aspekte des Seins, sondern das Sein an sich in seiner ganzheitlichsten Hinsicht untersucht.

*Die Metaphysik (lat. metaphysica, von altgr. μετά metá = „danach, hinter, jenseits“ und φύσις phýsis = „Natur, natürliche Beschaffenheit“) ist eine Grunddisziplin der Philosophie. Die Metaphysik behandelt die zentralen Probleme der theoretischen Philosophie: die Beschreibung der Fundamente, Voraussetzungen, Ursachen oder „ersten Gründe“, der allgemeinsten Strukturen, Gesetzlichkeiten und Prinzipien sowie von Sinn und Zweck der gesamten Wirklichkeit bzw. allen Seins.


„Die wirkliche Welt ist durch einen Schleier von Einbildungen vor ihm verborgen. Der Mensch lebt im Schlaf.“

G.J.Gurdjieff

„Damit ein Mensch im Gefängnis überhaupt je eine Fluchtmöglichkeit haben kann, muss er zu allererst erkennen, dass er im Gefängnis ist. Solange er das nicht einsieht, solange er sich für frei hält, hat er überhaupt keine Möglichkeit.“

G.J.Gurdjieff

„Die Liebe, die du zurückhältst, sind die Schmerzen, die du mit dir herumträgst.“

Unbekannter Verfasser

Fortsetzung folgt…

Triebe der Liebe – Schlussbemerkung

Samstag, 02. Januar 2010

Es ist die einzige Art sich hierdurch mit seinem Unterbewusstsein zu verbinden, was bedeutet, dass von einer höheren Ebene aus eine ganzheitliche Sicht erfahren werden kann. Diese Sichtweise lässt uns erkennen, was und wer wir tatsächlich sind. Eine solche Selbst-Erkenntnis beinhaltet sowohl die absolute Souveränität, als auch das wesentliche Potenzial, das in einem ruht. Natürlich ist ein Mensch mit dieser gewonnenen Erkenntnis kaum noch für fremd-dienende  Zwecke zu gewinnen.  Er wird sich kaum in eine Gesellschaft integrieren lassen, in welcher es nahezu ausschließlich um ausbeuterische, menschenverachtende Strukturen geht. Diese Gesellschaft lebt uns eine Form von Nichtliebe vor, wie sie kaum noch zu steigern währe. Es werden künstliche Bedürfnisse geschaffen, welche, ob als Mode getarnt oder als notwendig gepriesen, uns eine fremdbestimmte Realität aufprägen.  Zweckmäßig werden über Religionen und Gesellschaftsformen nahezu jeder Nation Ideale künstlich erschaffen und uns über die Medien suggeriert. Die Tugenden der Neuzeit heißen: Macht und materieller Erfolg…… und bedeuten doch letztlich angepasste Unterwerfung unter ein ausbeuterisches System. Die Menschen sind reduziert worden auf verwaltete Individuen, welche ausschließlich zu funktionieren haben.

In den Momenten, wo uns dieser Tatbestand sämtlich bewusst wird, haben wir möglicherweise bereits die elementare Entscheidung getroffen, nicht weiter in bisheriger Art in diesem System mitzuwirken. Die Gefahr, welche hierbei entstehen kann, ist die Entstehung von Aggression in Form einer Schuldzuweisung. Unerheblich einer Rechtfertigung dieser Emotionen, sind Aggressionen jedoch wiederum diejenigen Stimmungslagen, welche uns ebenfalls nicht zu dem führen, was wir doch insgeheim erhoffen. Eine unterdrückte oder verdrängte Emotion dieser Art, würde ebenfalls unsere erstrebten Ziele nach eigener Souveränität erschweren oder vereiteln.  Es wäre das altbekannte Muster der Bigotterie, welches unter dem „Mantel“ der Heiligkeit alles verbannt und nicht auflöst, was als „nichtheilig“ zugeordnet wurde. Einfacher wäre wenn wir erkennen, dass all das „Üble“ lediglich der Erlösung dient. Es ist das, was Goethe meinte, als er Faust sagen ließ: „Ich bin der, der Schlechtes will und Gutes schafft.“ Betrachten wir das „Üble“ als den Erlöser, welches wie ein Alarmsignal uns zu wecken ruft…

So entgehen wir der Bewertung und verbleiben neutral zwischen den Polaritäten. Wie sollten wir denn auch der ersehnten, erlösenden Liebe begegnen, wenn wir selbst gegen die elementarsten Regeln dieser Liebe verstoßen. Erlösung finden wir, indem wir uns innerlich aus alldem Erheben und der zart flüsternden inneren Stimme mit Hingabe zuwenden, die da sagt: „Du bist der Schöpfer deiner Wünsche und seine Quelle ist die Liebe …“

Liebe ihrer Natur nach – verwandelt alles in sich selber…

Triebe der Liebe – Teil2

Montag, 28. Dezember 2009

Das was sich als “Krönung der Schöpfung” darstellt, ist ein von seinem natürlichen Zustand entferntes Wesen, welches durchaus als entartet (entfernt von seiner Art) bezeichnet werden kann. Wir haben uns scheinbar verloren im Labyrinth der fehlgeleiteten Absichten. Wir versuchen durch unsere Triebe auszugleichen, was als Ur-Sehnsucht in uns verborgen liegt. Unbemerkt verselbstständigte sich dieser Zustand, der, wenn keine Änderung geschieht, in einer destruktiven Tragödie enden wird. Unbewusst folgen wir Menschen den künstlichen Versprechungen des gesellschaftlichen Angebots. Wir verfolgen diese Spuren, und wenn wir scheinbar eine Lösung für unser Leben “gefunden” haben, so bleiben wir doch unbefriedigt, um aus diesem Zustand ein neues Ziel anzuvisieren.

Die heutige Situation des Menschen definiert eine weitere Dimension von künstlich erschaffenen Bedürfnissen. Hier werden ebenfalls von einer künstlichen Gesellschaftsform Ziele zur Glückseligkeit kreiert, welche ein einsames Wesen hinterlassen. Wir schenken unseren Glückshormonen, welche uns ein entsprechendes Gefühl vermitteln, die Aufmerksamkeit auf Kosten der eigentlich gesuchten Harmonie. Diese, uns wahrhaftig erfüllende Harmonie, erfahren wir in einer Situation, die wir als Liebe bezeichnen. Gemeint ist die Form von Liebe, wie sie erfahren wird, wenn wir den Zustand des “Selbst-Vergessens” erreichen.

Wie eine Mutter ihr Kind in einer Weise liebt, wo sie sich in Selbstlosigkeit diesem Kinde “hingibt”, ohne ihre Handlung zu hinterfragen, so geschieht dies aus wahrhaftiger Liebe. Hier vollzieht sich auf vollkommenster Weise dieses Erinnern an das, was eigentlich gesucht wurde. Verbunden mit der “Quelle des Seins” ist die Form von All-Einheit erreicht. In dem Moment allerdings, wo wir in Getrenntheit agieren, sind wir in den Fesseln der Polarität verstrickt. Dieses geschieht grundsätzlich, wenn wir aus dem Zustand der Kontrolle, des Berechnenden oder Bewertenden heraus Handeln.

Unglücklicherweise leben wir diese reine Form von Liebe in den seltensten Fällen. Heutzutage verbinden wir mit dem, was wir als Liebe bezeichnen, etwas, was unseren Selbstwert und unseren sexuellen Gefühlen entspricht. Die gelebte  Form von selbstloser Liebe ist leider eine Randerscheinung in der neuzeitlichen Gesellschaft. Das geprägte gesellschaftliche Bewusstsein der Menschheit definiert sich seit unserer Geschichtsschreibung durch einen Existenzdruck, welcher den Zustand der Liebe auf ein Minimales reduziert.

Fortsetzung folgt...