Ich erkenne es deutlich, die Menschen haben sich verloren in einer fehlgedeuteten Welt.
Die Kluft der trennenden Extreme könnte nicht größer sein.
Eine elementare Ur-Sehnsucht der Seele, die nach ihrer wahren Anerkennung fleht, wird von uns materiell bekleideten Wesen in ihrer tatsächlichen Bedeutung nicht erkannt.
Die Umschreibung dessen, was wir Seele nennen, stellt den reinsten Aspekt der Liebe dar und ist in ihrer Gesamtheit, ein untrennbares, ewigliches Ganzes des All-Einen.
Nicht fassbar vom Verstand und kunsterzogenem Geist, interpretiert ein dieser – in sinn-entfremdeter Form – dieses Flehen.
So verwandelt sich der erlösende Wunsch nach ersehnter Freiheit, durch Erinnerung und Auflösung im wahren Quell der Seele Gottes, die wir sind, in fehlgeleitete Bahnen des pseudo- Kompensierens.
Durch verheißungsvolle Versprechungen einer Welt der künstlichen Wertigkeiten, verirrt sich ein immer einsamer werdender Geist in den Fängen dieser Verheißungen.
Dem animierenden Lockruf der Äußerlichkeiten folgend, werden keine dieser Versprechungen wirklich eingelöst.
Die Zahl der Such(t)-Erfahrungen nimmt mit enttarnter Verlockung stetig zu, und hinterlässt immer schmerzvollere Spuren, die kontinuierlich zu einer depressiven Anpassung an die Künstlichkeit führen.
Unser unartikulierbarer Wunsch nach Glück und Freiheit wird getragen von Gefühl und Emotion, sind diese doch die botschaftlichen Vertreter unserer ewiglichen Seele.
Der ureigenste Ausdruck von Gefühl und Emotion ist dem Verstand nicht tatsächlich erklärbar.
So ist es nicht verwunderlich, dass in der Vielfalt der Versuche, nach tatsächlich erlösender Befreiung, ein künstlicher Ersatz entstanden ist.
Der Ausweg aus dieser, scheinbar festgefahrenen Situation, besteht zunächst im nachvollziehbarem Verstehen, dass unser Denkapparat Gehirn die erlösende Quelle mit seinen Möglichkeiten nicht auflösen kann.
Das Gehirn hat sich aus einer Welt der künstlichen Deutungen künstliche Entität geschaffen, welche ihre Kompetenz bedroht sieht.
Das so entstandene Ego, das sich als das Zentrum des Seins bestimmt, wird seine illusorische Existenz erkennen müssen.
Sofern überhaupt von hierarchischen Strukturen im ganzheitlichem Sinn zu sprechen sein mag, so ist das Akzeptieren einer dem Ego übergeordneten Seinsform doch von wesentlicher Bedeutung.
Die Sprache wie auch der Verstand sind ein adaptiertes Instrument der Darstellungsform dieses ersatz-geschaffenen Ichs.
So sind seine Möglichkeiten der Darstellung wie auch die Wahrnehmung durch logisch strukturierte Filter, zu eng für eine auflösende Befreiung.
Das, was sich unartikulierbar für Verstand und Logik in heiler Ganzheit ewiglich als Seele präsentiert, entzieht sich zart einer jeglichen Zuordnung.
Die Grenze der zeitbefristet logischen Struktur des Verstandes verliert sich in scheinbarer Widersprüchlichkeit im Rationalen.
Aus dieser Perspektive erscheinen tatsächliche Lösungen eher paradox.
Somit wählt das “kosmische Schicksal” den Weg der leidvollen Erfahrungen, wie sie nur ein Ego als solches erfahren kann.
Nur die selbst erfahrene Aussichtslosigkeit auf der Suche nach dem befreienden Ausweg zeigt dem Verstand die Grenze der Möglichkeiten aus seiner Perspektive auf.
Am Ende seiner starren Möglichkeiten angelangt, erkennt der Verstand seine auswegslose Lage, womit ein “Loslassen” in unbekannte Gefilde Gottes in erlösende Nähe rückt…
In dieser unzudeutenden Welt von ewiglicher Ganzheit erfährt ein leidgeplagtes Wesen seine erlösende Befreiung in Harmonie und wahrhaftiger Freude…
Betrachten wir einmal recht nüchtern den Aspekt unseres Egos. Unser Ego ist quasi ein Aktivposten in unserer Realität – ist Bestandteil unserer Gedankenmuster. Gedanken sind Daten, die in hyperräumlichen Dimensionen abgespeichert werden. Diese Daten als solche sind neutral – lediglich unsere persönliche Zuordnung und Nutzung erschafft „virusähnliche Programme“ wie „Smith“ im Film “Matrix” sie bezeichnet. Im Zustand der Unpersönlichkeit sind „wir“ im ganzheitlichen Sein außerhalb einer jeglichen „Infektionsgefahr“ …sind Liebe. Existieren nun eigentlich objektivierbare Aspekte für das, was wir mit Liebe ausdrücken? Ist nicht Liebe etwas, was sich der rationalen Hinterfragung entzieht? Im Zustand der Hingabe löst sich das persönliche, künstlich erschaffene Selbst, um sich im Gefüge des Seins als Ganzes einzubetten.
Eine derartige Hingabe erfahren wir im Zustand der wahrhaftigen Liebe und ist letztlich mit ihr gleichzusetzen Motto: Liebe = bedingungslose Hingabe. In diesen Momenten hören wir scheinbar auf zu existieren, sind offenbar außerhalb des Zeitgefüges. Hier befinden wir uns im Fluss des ALLES-WAS-IST, ohne an persönliche Aspekte gebunden zu sein. Unser Handeln verläuft nach harmonischen Fließgesetzen – hier ist das Verhältnis von Geben und Nehmen ausgeglichen. Dieser Zustand kennzeichnet die elementare Natürlichkeit. In diesem Zustand erfahren wir wahrhaftige Freude. Diese Freude hinterfragt nicht, nach ihrer Ursache, hier existiert kein Ego, welches sich diese Frage stellen könnte.