Ich halte es für erforderlich, Euch eine Art Verständnis davon zu vermitteln, was ich unter unserer Transformation verstehe. Transformation als Zustand des Erwachens – aus dem kollektiven Traum (Matrix).
Wirkliches „Sehen“, Erkennen usw., ohne das Gesehene (erkannte usw.) zu verzerren oder zu verändern ist nur dann möglich, wenn der Sehende alle Bestrebungen, die Dinge in eine bestimmte Richtung zu lenken, aufgegeben hat. Genau dieses ist der Augenblick der Transformation, das Erwachen von Einsichten, die wiederum die Gesellschaft transformieren und eine neue Generation hervorbringen wird. Echte Transformation ist nicht das Resultat irgendeiner Revolution der Rechten oder Linken (usw.) sondern einer inneren Revolution, die uns von den sinnesabhängigen Werten zu jenen Werten führt, die nicht durch äußere Bindungen oder Einflüsse bestimmt sind.
Hinderlich für uns war bisher, dass zwei Arten von Zeit existieren. Eine chronologische Zeit und eine psychische Zeit – eine Zeit, die der Mind selbst ist -, und es herrscht Verwirrung in Bezug auf diese beiden Arten von Zeit. Die psychische Zeit ist der Prozess des Werdens. Diese Zeit als „das Werden“, das „“Ich werde sein“, ist aus der Illusion geboren und stellt eine Manifestation des Egos dar, das sich durch seine Unwissenheit selbst erhält, selbst nährte und durch diesen Prozess seine eigene potentielle Energie als Ich-Bewusstsein speichert. Dieses Bewusstsein wird von uns durch das Funktionieren unserer Sinne wahrgenommen! Das „Ego“ als Produkt der psychischen Zeit, das sich in Form von Gedanken manifestiert, kann letztlich nichts tun, um sich selbst zu befreien oder zu transformieren. Nur durch einen „negativen“ Ansatz, das heißt, durch die Wahrnehmung und „Negierung“ jeglichen Denkens, welches den Wunsch in sich trägt, das „was ist“, in das, „was sein soll“ zu verändern. Genau dieses kennzeichnet die direkte Wahrnehmung dessen, „was ist“ – woraus eine Befreiung aus den Gesetzen der Zeit möglich wird.
In diesem Zustand der Wahrnehmung benutzt der Mind das Denken nicht, um sich selbst aufrechtzuerhalten, hier existiert weder der Denkende noch der Gedanke, weder der Erfahrende, noch die Erfahrung. Der Mind, der im „Werden“ oder Streben gefangen ist, ist das Produkt der Zeit, das sich selbst transformiert. Aus der „Negierung des Falschen“ ergibt sich im Moment seines Entstehens die große Wahrheit, das direkte Wahrnehmen der Dinge an sich – so, wie sie tatsächlich sind. Dieser Zustand entspricht einer neutralen Betrachtung, ohne einen Versuch etwas verändern oder zuordnen zu wollen. Absichtslos. Gedankenlos. Indem wir so eine Art des „nichteingehen des Denkens oder Willens“ betreiben, vereiteln wir hierdurch zusätzlich auch die tiefen Wurzeln von Hass, Wut, Gier, Angst. In diesem Zustand existieren derartige Zustände ohnehin nicht mehr. All diese Attribute sind Wirkaspekte des Subjektiven – Wirkaspekte unserer Gedanken.
Nur eine totale (eben nicht fragmentarische) Wahrnehmung kann sowohl den Beobachter als auch das Beobachtete negieren. Das Sehen dessen „was ist“ bedeutet die Transformation. Der Denkprozess an sich als Bewertung oder Beurteilung Beobachteten spaltet den Denkenden vom Herzen ab.

