Mit ‘Traum’ getaggte Artikel

Erwachen aus dem kollektiven Traum

Freitag, 04. Juni 2010

Ich halte es für erforderlich, Euch eine Art Verständnis davon zu vermitteln, was ich unter unserer Transformation verstehe. Transformation als Zustand des Erwachens – aus dem kollektiven Traum (Matrix).

Wirkliches „Sehen“, Erkennen usw.,  ohne das Gesehene (erkannte usw.) zu verzerren oder zu verändern ist nur dann möglich, wenn der Sehende alle Bestrebungen, die Dinge in eine bestimmte Richtung zu lenken, aufgegeben hat. Genau dieses ist der Augenblick der Transformation, das Erwachen von Einsichten, die wiederum die Gesellschaft transformieren und eine neue Generation hervorbringen wird. Echte Transformation ist nicht das Resultat irgendeiner Revolution der Rechten oder Linken (usw.) sondern einer inneren Revolution, die uns von den sinnesabhängigen Werten zu jenen Werten führt, die nicht durch äußere Bindungen oder Einflüsse bestimmt sind.

Hinderlich für uns war bisher, dass zwei Arten von Zeit existieren. Eine chronologische Zeit und eine psychische Zeit – eine Zeit, die der Mind selbst ist -, und es herrscht Verwirrung in Bezug auf diese beiden Arten von Zeit. Die psychische Zeit ist der Prozess des Werdens. Diese Zeit als „das Werden“, das „“Ich werde sein“, ist aus der Illusion geboren und stellt eine Manifestation des Egos dar, das sich durch seine Unwissenheit selbst erhält, selbst nährte und durch diesen Prozess seine eigene potentielle Energie als Ich-Bewusstsein speichert. Dieses Bewusstsein wird von uns durch das Funktionieren unserer Sinne wahrgenommen! Das „Ego“ als Produkt der psychischen Zeit, das sich in Form von Gedanken manifestiert, kann letztlich nichts tun, um sich selbst zu befreien oder zu transformieren. Nur durch einen „negativen“ Ansatz, das heißt, durch die Wahrnehmung und „Negierung“ jeglichen Denkens, welches den Wunsch in sich trägt, das „was ist“, in das, „was sein soll“ zu verändern. Genau dieses kennzeichnet die direkte Wahrnehmung dessen, „was ist“ – woraus  eine Befreiung aus den Gesetzen der Zeit möglich wird.

In diesem Zustand der Wahrnehmung benutzt der Mind das Denken nicht, um sich selbst aufrechtzuerhalten, hier existiert weder der Denkende noch der Gedanke, weder der Erfahrende, noch die Erfahrung. Der Mind, der im „Werden“ oder Streben gefangen ist, ist das Produkt der Zeit, das sich selbst transformiert. Aus der „Negierung des Falschen“  ergibt sich im Moment seines Entstehens die große Wahrheit, das direkte Wahrnehmen der Dinge an sich – so, wie sie tatsächlich sind.  Dieser Zustand entspricht einer neutralen Betrachtung, ohne einen Versuch etwas verändern oder zuordnen zu wollen. Absichtslos. Gedankenlos. Indem wir so eine Art des „nichteingehen des Denkens oder Willens“ betreiben, vereiteln wir hierdurch zusätzlich auch die tiefen Wurzeln von Hass, Wut, Gier, Angst. In diesem Zustand existieren derartige Zustände ohnehin nicht mehr. All diese Attribute sind Wirkaspekte des Subjektiven – Wirkaspekte unserer Gedanken.

Nur eine totale (eben nicht fragmentarische) Wahrnehmung kann sowohl den Beobachter als auch das Beobachtete negieren. Das Sehen dessen „was ist“ bedeutet die Transformation. Der Denkprozess an sich als Bewertung oder Beurteilung Beobachteten spaltet den Denkenden vom Herzen ab.

Suchen und Finden – Teil 2

Dienstag, 19. Januar 2010

Ein paar Gedanken von Morpheus

Ihr solltet herausfinden, was Wahrheit ist, denn das ist es, worauf es ankommt, nicht ob ihr arm oder reich, ob ihr glücklich oder verheiratet seid, denn all diese Dinge gehen zu Ende…und dann kommt der Tod. So muss man, ohne irgendeine Form des Glaubens, die Energie, das Selbstvertrauen, die Initiative aufbringen, für sich selbst herauszufinden, was Wahrheit ist, was Gott ist, wer Ihr wirklich seid. Der Glaube wird euren Geist nicht befreien, Glaube führt irre, er bindet, er verdunkelt. Der Geist kann nur durch Selbstvertrauen frei sein. Es ist eine der Aufgaben der Erziehung, Individuen heranzubilden, die nicht durch irgendeine Form des Glaubens an irgendein Muster der Moral oder Respektabilität gebunden sind. Es ist das „Ich“, das versucht, moralisch und respektabel zu werden. Das wahrhaft religiöse Individuum entdeckt selbst, erfährt unmittelbar, was Gott ist, was Wahrheit ist. Diese direkte Erfahrung kann niemals durch irgendeine Glaubenform, durch irgendein Ritual oder das Nachfolgen oder die Anbetung eines anderen erreicht werden. Der wahrhaft religiöse Geist ist frei von allen Gurus. Du als einzelner, wenn du heranwächst und dein Leben lebst, kannst die Wahrheit von Augenblick zu Augenblick entdecken, und dadurch bist du fähig, wirklich frei zu sein.

Die meisten Menschen denken, der erste Schritt auf dem Wege zur Religion sei, von den materiellen Dingen der Welt frei zu sein. So ist es jedoch nicht. Das ist eines der leichteren Dinge, die man tun kann. Der erste Schritt ist, frei zu sein, um produktiv und unabhängig zu denken! Nicht an irgendeinen Glauben gebunden zu sein oder den Umständen von der Umgebung unterdrückt zu sein, so dass du ein ganzheitlicher Mensch bist, der glücklich, energetisch und selbstvertrauend ist. Nur dann kann der Geist, der frei, vorurteilsfrei und unkonditioniert ist, herausfinden, was Gott oder wer er selber ist. Das ist der eigentliche Zweck, für den jede Bildungseinrichtung da sein sollte. Jedem einzelnen Menschen, der dorthin kommt, zu helfen, frei zu sein, um das Wirkliche zu entdecken. Das bedeutet, keinem System zu folgen, sich an keinen Glauben, kein Ritual zu klammern und kein Guru zu verehren. Die Intelligenz des Individuums kann nicht durch irgendeine Form von Disziplin, Widerstand, Zwang und Druck geweckt werden, sondern nur in Freiheit.

Nur durch die Intelligenz, die aus der Freiheit hervorgegangen ist, kann das Individuum entdecken, was jenseits des Geistes liegt. Diese Unermesslichkeit – das Unbenennbare, das Grenzenlose, das, was nicht mit Worten messbar ist, und in dem die Liebe ist, die nicht aus dem Geist kommt -, sie muss direkt erfahren werden. Der Geist kann sie nicht fassen. Deshalb muss der Geist sehr ruhig sein, erstaunlich still, ohne irgendeinen Anspruch oder Wunsch. Nur dann kann sich das offenbaren, was wir als Gott – als Allschöpfer – oder Wirklichkeit bezeichnen mögen!